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Die Universität Graz

Das Institut für Psychologie

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Archiv

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Bisherige Vorträge

Dienstag, 13. März 2018, 18:00 Uhr

Vortrag: Was können kognitive Neurowissenschaften zum Verständnis psychischer Störungen beitragen?

Dr. phil. Tobias U. Hauser

Zeit: Dienstag, 13. März 2018 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Welche Gehirnmechanismen sind bei Patienten mit psychischen Störungen beeinträchtigt? Eine zentrale Hoffnung der kognitiven und klinischen Neurowissenschaften war, dass durch ein besseres Verständnis der Gehirnmechanismen auch die Ursachen psychischer Störungen verstanden werden können. Trotz großer Anstrengungen in den letzten Jahren ist unser Wissen allerdings nach wie vor sehr begrenzt. Aber was machen wir falsch? In meinem Referat werde ich Limitationen der heutigen Ansätze aufzeigen und mögliche Lösungen diskutieren. Anhand von Beispielen bei Patienten mit Zwangsstörung und Aufmerksamkeits-Defizits/Hyperaktivitätsstörung werde ich darlegen wie lückenhaft unser Verständnis von neuronalen Prozessen ist und wie wir mittels mathematischer Modelle diese Lücken schließen können. Ich werde diese Ansätze anhand von Beispielen der Entscheidungsfindung illustrieren und ausführen, wie die kognitiven Neurowissenschaften nicht nur unser Verständnis psychischer Störungen verbessern, sondern auch unsere Behandlungen effektiver machen können.

Dienstag, 27. Februar 2018, 18:00 Uhr

Vortrag: Lernen durch Kontrastieren und Vergleichen

Univ.-Prof. Dr. Frank Lipowsky

Zeit: Dienstag, 27. Februar 2018 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

 

Der Aphorismus „Wer nur England kennt, kann England nicht kennen“ drückt aus, wie wichtig Aktivitäten des Kontrastierens und Vergleichens für Erkenntnisprozesse im Allgemeinen sind. Bezogen auf die Verarbeitung schulischer Inhalte stellen Kontrastieren und Vergleichen bedeutsame Lernaktivitäten und wirkmächtige Prinzipien des Lernens dar, welche mit kognitiv anspruchsvollen Prozessen des Kategorisierens, Klassifizierens und Unterscheidens und mit Prozessen des analogen Denkens und Schlussfolgerns einhergehen können.

Im Vortrag werden Befunde der Lehr- und Lernforschung zum Thema "Lernen durch Kontrastieren und Vergleichen" vorgestellt. Ein Schwerpunkt bildet hierbei die Präsentation einer Studie zum sogenannten verschachtelten Lernen (interleaving practice) im Mathematikunterricht der Grundschule. In dieser experimentellen Studie lernte ein Teil der einbezogenen Grundschulkinder Strategien der Subtraktion verschachtelt und vergleichend, ein anderer Teil – wie dies dem herkömmlichen Verfahren im Unterricht entspricht – nacheinander und geblockt. Der Vortrag stellt erste Ergebnisse dieser Studie vor und ordnet sie in den Zusammenhang ein.

Dienstag, 30. Jänner 2018, 18:00 Uhr

Vortrag: Individuelle und soziale Einflussfaktoren auf Berufs- und Bildungsentscheidungen im Jugendalter

Univ.- Doz. Mag. Dr. Herbert Schwetz

Mag. Julia Niederfriniger

Zeit: Dienstag, 30. Jänner 2018 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Berufs- und Bildungsentscheidungen stellen eine zentrale Entwicklungsaufgabe im Kindes- und Jugendalter dar. Bereits im frühen Kindesalter werden in der Familie Lernerfahrungen gesammelt und zunehmend eigene Erfahrungen im schulischen und außerschulischen Bereich gemacht. Vorstellungen über Berufe entwickeln sich dabei in der Auseinandersetzung mit sich selbst und dem sozialen Umfeld. Dabei kommt neben der Familie und Peers auch der Schule eine entscheidende Rolle zu. Erkenntnisse über individuelle und soziale Einflussfaktoren auf Berufs- oder Bildungsentscheidungen sind entscheidend für das Verständnis über die zugrundeliegenden Prozesse und dem Verständnis über die Bedeutsamkeit von Lernerfahrungen. Es stellt sich die Frage, ob diese Lernerfahrungen eher durch formelle oder informelle Inputs gesteuert sind.
Das österreichische Bildungssystem weist, beginnend in der vorschulischen Phase bis hin zum Eintritt in die Erwerbstätigkeit bzw. in die Hochschulen, eine Vielfalt von Übergängen auf. Die Gefahr einer Fehlentscheidung und verpassten Chancen erhöht sich in einem Bildungssystem mit zahlreichen Verzweigungen (Ditton, 2016, S. 69). Einer dieser Übergänge stellt der Übertritt von der Neuen Mittelschule in eine weiterführende Schule oder in die Polytechnische Schule/Lehre dar. Im Lauf der 4. Klasse der Neuen Mittelschule müssen Schülerinnen und Schüler eine Schul- oder Berufsentscheidung treffen.

Der schulische Berufsorientierungsunterricht, welcher seit Einführung der Neuen Mittelschule 2012 als verpflichtende Übung im Stundenplan fest verankert ist, soll die Jugendlichen in ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. Dieser verfolgt einen stark personenzentrierten Ansatz, was bedeutet, dass die Schülerin/der Schüler selbst als zentraler Faktor für die Entscheidungsfindung angesehen wird. Im Fokus stehen hierbei die Interessen und Begabungen der Schülerin/des Schülers.

Aus feldtheoretischer Perspektive wird jedoch davon ausgegangen, dass nicht nur die Person selbst Entscheidungsprozesse steuert. Familie, Nachbarschaften, Vereine, Schulklassen, Schulen etc. können nach Auffassung der Feldtheorie (n. Lohr, einem Übersetzer und Herausgeber von Lewins Werk „Feldtheorie in den Sozialwissenschaften“ 1963, S. 31) als Lebens- und Erfahrungsräume aufgefasst werden, die das Verhalten einer handelnden Person beeinflussen. Die feldtheoretische Formel lautet wie folgt: V = f (P, U). Dies bedeutet, dass das Verhalten einer Person (= V) eine Funktion (f) von Person (P) und Umwelt (U) darstellt. Es ist also davon auszugehen, dass Entscheidungsprozesse viel komplexer sind, als bisher gedacht.

Bis jetzt liegen für die Entscheidungsmechanismen der Jugendlichen an dieser Schnittstelle gemäß der feldtheoretischen Perspektive nur wenige aussagekräftige und längsschnittliche Studien vor. Ziel der präsentierten Untersuchungen war es, die Zukunftsentscheidung und deren Einflussfaktoren im Sinne der Feldtheorie näher zu beleuchten.
Es wurden Jugendliche in vierten Klassen von ländlichen Neuen Mittelschulen im Bundesland Niederösterreich und der Steiermark im Herbst 2016 und Frühjahr 2017 zum Stand der Zukunftsentscheidung an der Nahtstelle von Neuer Mittelschule und Polytechnischer Schule/Lehre einerseits und weiterführender Schule andererseits befragt. Ferner wurde mit ausgewählten Schülerinnen und Schülern ein Interview durchgeführt um die Prozesse rund um die Zukunftsentscheidung näher zu beleuchten. Um die Umsetzung des Berufsorientierungsunterrichtes zu erfassen, wurden die Berufsorientierungskoordinatorinnen und –koordinatoren der ausgewählten Schulen befragt. Diese unterschiedlichen Perspektiven sollen Aufschluss darüber geben, wie die Zukunftsentscheidung zustande kommt und inwieweit diese durch formelles Lernen steuerbar ist. 

Dienstag, 05. Dezember 2017, 18:00 Uhr

Vortrag: Grundlagen und Anwendungen von transkranieller Gleichstromstimulation (tDCS)

Prof. Dr. Michael Nitsche

Zeit: Dienstag, 05. Dezember 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Neuroplastizität und funktionelle Konnektivität sind wesentliche physiologische Grundlagen kognitiver und Verhaltensprozesse. Nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren sind in der Lage, diese Prozesse zu induzieren und zu modulieren. Eines dieser Verfahren ist die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS). Ihr primärer Funktionsmechanismus ist die polaritätsabhängige unterschwellige Veränderung neuronaler Ruhemembranpotentiale, langanhaltende Stimulation führt zu neuroplastischen Nacheffek-ten an glutamatergen Synapsen. Neben diesen regionalen Effekten wurden kürzlich auch kortikale und kortiko-subkortikale Effekte auf die funktionelle Konnektivität nachgewiesen. In diesem Vortrag wird ein Überblick über die grundlegenden physiologischen Effekte und funktionelle Effekte auf kognitive, emoti-onale und Verhaltensprozesse bei gesunden Menschen und Patienten, die an neurologischen und psy-chiatrischen Erkrankungen leiden, gegeben. Darüber hinaus wird auf das Verfahren der transkraniellen Wechselstromstimulation eingegangen, mit der oszillatorische Hirnaktivität beeinflusst werden kann.

Dienstag, 14. November 2017, 18:00 Uhr

Vortrag: Forensisch-psychologische Begutachtungen

Mag. Anita Raiger

Zeit: Dienstag, 14. November 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Kriminalprognosen stellen den Versuch dar, Theorien auf konkrete Problemstellungen anzuwen-den und dadurch zukünftige Ereignisse vorherzusehen. Es wird demnach versucht, eine wissen-schaftlich fundierte Prognose über die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen strafbaren Handlung zu treffen, um so die Gefährlichkeit einer Person erheben zu können. Hierzu ist es notwendig eine sogenannte „Delikthypothese“ zu erstellen und in ihrer Richtigkeit zu überprüfen. Auf Basis einzelner Risikofaktoren wird ein Konzept entwickelt, innerhalb dessen die Veränderbarkeit bzw. Therapierbarkeit dieser Faktoren beurteilt wird, sodass eine konkrete Empfehlung an das Gericht abgegeben werden kann.

Die Qualität einer Gefährlichkeitseinschätzung wird von der Vorgangsweise und vor allem dem Fachwissen des Gutachters bestimmt. Anhand praktischer Beispiele werden die Anwendungsge-biete und Methoden der forensisch-psychologischen Begutachtung vorgestellt und ihre wichtigs-ten Fehlerquellen analysiert.

Dienstag, 24. Oktober 2017, 18:00 Uhr

Vortrag: Kreativität im Sport

Prof. Dr. Daniel Memmert

Zeit: Dienstag, 24. Oktober 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

In den letzten Jahren ist eine erneute Renaissance der Kreativitätsforschung zu beobachten, deren Ausgangspunkt in den Neurowissenschaften liegt. Aus dem Blickwinkel der Bewegungswissenschaft, Sportinformatik und Sportpsychologie wird in meinem Vortrag ein Forschungsprogramm zur Untersuchung kreativer Verhaltensweisen in komplexen, mehrheitlich ökologisch-validen Situationen im Sport vorgestellt. Ich werde zahlreiche Experimente und Studien vorstellen, die sportspielspezifische Kreativität mit visueller Aufmerksamkeit (Inattentional Blindness, Aufmerksamkeitsbreite), Expertise, Motivation und Umweltfaktoren in Zusammenhang bringen. Dabei werden auch neuartige Analysewerkzeuge entwickelt und validiert (Spieltestsituationen, Neuronale Netze). Alle Ergebnisse werden kontinuierlich im Lichte aktueller psychologischer, bewegungswissenschaftlicher und informatischer Theorien und Modelle intensiv diskutiert sowie sportpraktische Implikationen und weitere Perspektiven angeboten.

Literatur:

Memmert, D. (2015). Teaching Tactical Creativity in Sport: Research and Practice. Abingdon: Routledge.

Dienstag, 27. Juni 2017, 18:00 Uhr

Vortrag: Der Einfluss von Sprache auf Entwicklung und Lernen

Prof. Dr. Henrik Saalbach

Zeit: Dienstag, 27. Juni 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz


Entsprechend soziokultureller Theorien hat Sprache bzw. der Erwerb sprachlicher Fähigkeiten einen enormen transformativen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten des Kindes. Sie ist die Grundlage für höhere kognitive Funktionen. Darüber hinaus erfüllt Sprache vielfältige Funktionen im Lehr-Lern-Kontext. So sind die Prozesse der individuellen Wissenskonstruktion und -speicherung eng mit der kognitiven Verarbeitung sprachlicher Inhalte verbunden. Zudem verwenden Kinder Sprache, um ihr Verhalten und ihr Denken etwa beim Lösen komplexer Probleme zu regulieren. Schlie
ßlich stellt Sprache das primäre Werkzeug zur Vermittlung von Lerninhalten dar. Eine erfolgreiche Teilnahme an (schulischen) Lerngelegenheiten erfordert somit gut entwickelte individuelle sprachliche Kompetenzen. Tatsächlich wird Sprache regelmäßig als zentrale Ressource diskutiert, wenn es um die Identifikation bedeutender Fähigkeiten für die schulische und akademische Entwicklung geht.

Vor diesem Hintergrund möchte ich in meinem Beitrag eine Reihe von Studien vorstellen, welche einerseits das Zusammenspiel von Sprache und kognitiver Entwicklung fokussieren sowie die zugrunde liegenden Wirkmechanismen identifizieren und anderseits die Implikationen der grundlagenwissenschaftlichen Befunde für schulisches Lernen untersuchen. Dabei werden etwa Arbeiten zur linguistischen Relativität, zum zweisprachigen Mathematiklernen und zu den Auswirkungen mangelnder Sprachfähigkeiten auf inhaltliches Lernen und Problemlösen diskutiert. 

Dienstag, 30. Mai 2017, 18:00 Uhr


Vortrag: Führen und Folgen – Die Emergenz von Führung

Prof. Dr. Margarete Boos

Zeit: Dienstag, 30. Mai 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Traditionelle Führungstheorien in der Psychologie konzentrieren sich auf Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensstile von Führungspersonen. Neuere Theorien berücksichtigen darüber hinaus situative Einflüsse. Beide Ansätze vernachlässigen jedoch den Einfluss der Geführten auf Führung. Biologische Modelle – mit ihrem Fokus auf offenes Verhalten – schließen Folgeverhalten und damit einhergehendes Feedback auf Führende ein.

Unser Ziel ist es, beide Ansätze zu verbinden und zu beschreiben, wie Führung in einer Gruppe entsteht und wie sie von Gefolgschaft abhängt. Wir haben ein experimentelles Paradigma – HoneyComb© – entwickelt, in dem die Initiierung von Führung sowie Führen und Folgen in Gruppenbewegungen gemessen werden kann (Boos, Pritz, Lange & Belz, 2014).

Wir untersuchten Gruppen von 10 Personen, die sich – repräsentiert als Avatare – auf einem virtuellen Spielfeld bewegen. Berichtet wird über eine Experimentalreihe, in der wir die Auswirkungen verschiedener situativer Bedingungen auf Führen und Folgen in der kollektiven Bewegung analysierten.

 

Boos, M., Pritz, J., Lange, S. & Belz, M. (2014). Leadership in moving human group. PLOS Computational Biology. http://www.ploscompbiol.org/article/info:doi/10.1371/journal.pcbi.1003541

Dienstag, 25. April 2017, 18:00 Uhr

 

Vortrag: Geschlechtsunterschiede in der Zahlenverarbeitung

DDr. Belinda Pletzer

Zeit: Dienstag, 25. Aril 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Zahlenverarbeitung ist laut traditioneller Ansicht kein einheitlicher Prozess. Je nach Aufgabentyp werden entweder Zahlengrößen entlang eines mentalen Zahlenstrahls evaluiert oder arithmetische Fakten aus dem Gedächtnis abgerufen. Klassische Aufgaben die auf die Verarbeitung von Zahlengrößen abzielen sind der Zahlenvergleich oder die Subtraktion, während die Multiplikation eher den Abruf arithmetischer Fakten erfordert. Die sogenannte Zahlenbisektions-Aufgabe, bei der es darum geht den korrekten Mittelwert zweier Zahlen zu identifizieren, erfordert je nach Itemtyp entweder Zahlengrößenverarbeitung oder Faktenabruf. In einer Reihe von behavioralen und MRT-Studien zu diesen Aufgaben, konnten Geschlechtsunterschiede sowohl in der Zahlengrößenverarbeitung, als auch im arithemetischen Faktenabruf identifiziert werden. Diese Unterschiede variieren zudem über den weiblichen Menstruationszyklus. So fokussieren Frauen bei der Zahlengrößenverarbeitung stärker auf einzelne Ziffern, während Männer sich auf ganze Zahlen konzentrieren. Dies geht mit Unterschieden in der Gehirnaktivierung, speziell in Regionen des sogenannten Default Mode Netzwerkes, sowie mit Unterschieden in der Lateralisierung einher. Speziell interessant ist jedoch, dass eine klare Trennung von Zahlengrößenverarbeitung und arithmetischem Faktenabruf in Hinblick auf Gehirnaktivierung und Leistungsmerkmale nur bei Männern möglich ist. Bei Frauen unterscheiden sich die Gehirnaktivierungsmuster zwischen Zahlengrößenverarbeitung und Faktenabruf nicht. Diese Ergebnisse werden im Hinblick auf mögliche Unterschiede in Lösungsstrategien zwischen Männern und Frauen diskutiert.  

Dienstag, 28. März 2017, 18:00 Uhr


Vortrag: Was macht Hochschullehre effektiv? - Ein Vergleich von 105 metaanalytischen Befunden von 2 Millionen Studierenden

Prof. Dr. Michael Schneider

Zeit: Dienstag, 28. März 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz


Der Vortrag gibt einen Überblick über die bisher in Metaanalysen untersuchten empirischen Befunde zur Gestaltung effektiver Hochschullehre. Die Ergebnisse basieren auf 38 Metaanalysen mit über 3000 Einzelstudien und fast 2 Millionen Teilnehmenden. Hieraus wurde eine Rangliste von 105 Korrelaten der akademischen Leistung Studierender erstellt (Schneider & Preckel, 2017, Psychological Bulletin). Die Befunde belegen die Wichtigkeit sozialer Interaktion, wie Fragen, Diskussionen und Gruppenarbeit, in der Lehre. Die Leistung hängt auch eng zusammen mit der Förderung bedeutungshaltigen Lernens durch explizite Lernziele, klare und strukturierte Präsentationen, direkte Bezugnahme auf die Studierenden und konzeptuell anspruchsvolle, komplexe Lernaufgaben. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln ging hingegen mit vergleichsweise niedrigen Effektstärken einher, die trotz des technischen Fortschritts über die vergangenen zwei Jahrzehnte hinweg nicht anstiegen. Moderatoranalysen belegen, dass nicht nur die Wahl der Unterrichtsmethode, sondern jeweils auch zahlreiche konkrete Details ihrer Umsetzung eng mit der Leistung zusammenhängen. Dies deutet auf die Wichtigkeit hochschuldidaktischer Weiterbildungen hin, in denen Dozierende lernen, Unterrichtsmethoden effektiv in der Praxis umzusetzen. Studierende mit hohen Leistungen zeichnen sich durch hohe Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Intelligenz und Vorwissen, häufige Anwesenheit in Lehrveranstaltungen und den zielgerichteten Einsatz von Lernstrategien aus. Abgesehen von einem Mangel an Experimenten, die Aussagen über direkte Kausalzusammenhänge zulassen würden, ist die Gestaltung lernförderlicher Hochschullehre umfassend untersucht und gut verstanden. Durch die Beachtung dieser Befunde können Dozierende, Hochschulverwaltungen und Policy-Maker die Effektivität der Lehre steigern.

Dienstag, 31. Jänner 2017, 18 Uhr

Vortrag: Lebenslanges Lernen – eine Notwendigkeit in der Welt von Morgen – Bildungsinstitutionen legen den Grundstein

Prof. Dr. Christiane Spiel

Zeit: Dienstag, 31. Jänner 2017 um 18 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

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Dienstag, 04. Oktober 2016

Vortrag: Die funktionelle Neuroanatomie des Lesens und der Leseschwäche: Erkenntnisse aus Meta-Analysen und kombinierten Blickbewegungs-fMRT-Studien

Mag. Dr. Fabio Richlan

Zeit: Dienstag, 04. Oktober um 18 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

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Dienstag, 31.Mai 2016

Vortrag: Zur frühkindlichen Entwicklung von (impliziter und expliziter) Theory of Mind

Prof. Dr. Hannes Rakoczy

Geschäftsführender Direktor, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Zeit: Dienstag, 31. Mai  2016, 18 Uhr

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Dienstag, 26. April 2016

Vortrag: Das gewollte Nichtwissen oder möchten Sie wissen, wann Sie sterben werden?

Dr. Ralph Hertwig

Geschäftsführender Direktor, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Zeit: Dienstag, 26. April 2016, 18 Uhr

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Dienstag, 12. April 2016

Vortrag: The interference effect in multiplication facts storing

Alice De Visscher

Psychological Sciences Research Institute, UCL Belgium

Zeit: Dienstag, 12. April 2016, 18 Uhr

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Dienstag, 19. Jänner 2016

Vortrag: Depressive Störungen bei Kindern und Jugendlichen: Prävention und Behandlung

Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne

Medizinische Universität München, Direktor Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Zeit: Dienstag, 19. Jänner 2016, 18:30

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Obmann

Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.nat.

Roland Grabner

Institut für Psychologie
+43 316 380 - 5081


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