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Die Universität Graz

Das Institut für Psychologie

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Archiv

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Bisherige Vorträge

Dienstag, 27. Juni 2017, 18:00 Uhr

Vortrag: Der Einfluss von Sprache auf Entwicklung und Lernen

Prof. Dr. Henrik Saalbach

Zeit: Dienstag, 27. Juni 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz


Entsprechend soziokultureller Theorien hat Sprache bzw. der Erwerb sprachlicher Fähigkeiten einen enormen transformativen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten des Kindes. Sie ist die Grundlage für höhere kognitive Funktionen. Darüber hinaus erfüllt Sprache vielfältige Funktionen im Lehr-Lern-Kontext. So sind die Prozesse der individuellen Wissenskonstruktion und -speicherung eng mit der kognitiven Verarbeitung sprachlicher Inhalte verbunden. Zudem verwenden Kinder Sprache, um ihr Verhalten und ihr Denken etwa beim Lösen komplexer Probleme zu regulieren. Schlie
ßlich stellt Sprache das primäre Werkzeug zur Vermittlung von Lerninhalten dar. Eine erfolgreiche Teilnahme an (schulischen) Lerngelegenheiten erfordert somit gut entwickelte individuelle sprachliche Kompetenzen. Tatsächlich wird Sprache regelmäßig als zentrale Ressource diskutiert, wenn es um die Identifikation bedeutender Fähigkeiten für die schulische und akademische Entwicklung geht.

Vor diesem Hintergrund möchte ich in meinem Beitrag eine Reihe von Studien vorstellen, welche einerseits das Zusammenspiel von Sprache und kognitiver Entwicklung fokussieren sowie die zugrunde liegenden Wirkmechanismen identifizieren und anderseits die Implikationen der grundlagenwissenschaftlichen Befunde für schulisches Lernen untersuchen. Dabei werden etwa Arbeiten zur linguistischen Relativität, zum zweisprachigen Mathematiklernen und zu den Auswirkungen mangelnder Sprachfähigkeiten auf inhaltliches Lernen und Problemlösen diskutiert. 

Dienstag, 30. Mai 2017, 18:00 Uhr


Vortrag: Führen und Folgen – Die Emergenz von Führung

Prof. Dr. Margarete Boos

Zeit: Dienstag, 30. Mai 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Traditionelle Führungstheorien in der Psychologie konzentrieren sich auf Persönlichkeitsmerkmale und Verhaltensstile von Führungspersonen. Neuere Theorien berücksichtigen darüber hinaus situative Einflüsse. Beide Ansätze vernachlässigen jedoch den Einfluss der Geführten auf Führung. Biologische Modelle – mit ihrem Fokus auf offenes Verhalten – schließen Folgeverhalten und damit einhergehendes Feedback auf Führende ein.

Unser Ziel ist es, beide Ansätze zu verbinden und zu beschreiben, wie Führung in einer Gruppe entsteht und wie sie von Gefolgschaft abhängt. Wir haben ein experimentelles Paradigma – HoneyComb© – entwickelt, in dem die Initiierung von Führung sowie Führen und Folgen in Gruppenbewegungen gemessen werden kann (Boos, Pritz, Lange & Belz, 2014).

Wir untersuchten Gruppen von 10 Personen, die sich – repräsentiert als Avatare – auf einem virtuellen Spielfeld bewegen. Berichtet wird über eine Experimentalreihe, in der wir die Auswirkungen verschiedener situativer Bedingungen auf Führen und Folgen in der kollektiven Bewegung analysierten.

 

Boos, M., Pritz, J., Lange, S. & Belz, M. (2014). Leadership in moving human group. PLOS Computational Biology. http://www.ploscompbiol.org/article/info:doi/10.1371/journal.pcbi.1003541

Dienstag, 25. April 2017, 18:00 Uhr

 

Vortrag: Geschlechtsunterschiede in der Zahlenverarbeitung

DDr. Belinda Pletzer

Zeit: Dienstag, 25. Aril 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

 

Zahlenverarbeitung ist laut traditioneller Ansicht kein einheitlicher Prozess. Je nach Aufgabentyp werden entweder Zahlengrößen entlang eines mentalen Zahlenstrahls evaluiert oder arithmetische Fakten aus dem Gedächtnis abgerufen. Klassische Aufgaben die auf die Verarbeitung von Zahlengrößen abzielen sind der Zahlenvergleich oder die Subtraktion, während die Multiplikation eher den Abruf arithmetischer Fakten erfordert. Die sogenannte Zahlenbisektions-Aufgabe, bei der es darum geht den korrekten Mittelwert zweier Zahlen zu identifizieren, erfordert je nach Itemtyp entweder Zahlengrößenverarbeitung oder Faktenabruf. In einer Reihe von behavioralen und MRT-Studien zu diesen Aufgaben, konnten Geschlechtsunterschiede sowohl in der Zahlengrößenverarbeitung, als auch im arithemetischen Faktenabruf identifiziert werden. Diese Unterschiede variieren zudem über den weiblichen Menstruationszyklus. So fokussieren Frauen bei der Zahlengrößenverarbeitung stärker auf einzelne Ziffern, während Männer sich auf ganze Zahlen konzentrieren. Dies geht mit Unterschieden in der Gehirnaktivierung, speziell in Regionen des sogenannten Default Mode Netzwerkes, sowie mit Unterschieden in der Lateralisierung einher. Speziell interessant ist jedoch, dass eine klare Trennung von Zahlengrößenverarbeitung und arithmetischem Faktenabruf in Hinblick auf Gehirnaktivierung und Leistungsmerkmale nur bei Männern möglich ist. Bei Frauen unterscheiden sich die Gehirnaktivierungsmuster zwischen Zahlengrößenverarbeitung und Faktenabruf nicht. Diese Ergebnisse werden im Hinblick auf mögliche Unterschiede in Lösungsstrategien zwischen Männern und Frauen diskutiert.  

Dienstag, 28. März 2017, 18:00 Uhr


Vortrag: Was macht Hochschullehre effektiv? - Ein Vergleich von 105 metaanalytischen Befunden von 2 Millionen Studierenden

Prof. Dr. Michael Schneider

Zeit: Dienstag, 28. März 2017 um 18:00 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz


Der Vortrag gibt einen Überblick über die bisher in Metaanalysen untersuchten empirischen Befunde zur Gestaltung effektiver Hochschullehre. Die Ergebnisse basieren auf 38 Metaanalysen mit über 3000 Einzelstudien und fast 2 Millionen Teilnehmenden. Hieraus wurde eine Rangliste von 105 Korrelaten der akademischen Leistung Studierender erstellt (Schneider & Preckel, 2017, Psychological Bulletin). Die Befunde belegen die Wichtigkeit sozialer Interaktion, wie Fragen, Diskussionen und Gruppenarbeit, in der Lehre. Die Leistung hängt auch eng zusammen mit der Förderung bedeutungshaltigen Lernens durch explizite Lernziele, klare und strukturierte Präsentationen, direkte Bezugnahme auf die Studierenden und konzeptuell anspruchsvolle, komplexe Lernaufgaben. Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln ging hingegen mit vergleichsweise niedrigen Effektstärken einher, die trotz des technischen Fortschritts über die vergangenen zwei Jahrzehnte hinweg nicht anstiegen. Moderatoranalysen belegen, dass nicht nur die Wahl der Unterrichtsmethode, sondern jeweils auch zahlreiche konkrete Details ihrer Umsetzung eng mit der Leistung zusammenhängen. Dies deutet auf die Wichtigkeit hochschuldidaktischer Weiterbildungen hin, in denen Dozierende lernen, Unterrichtsmethoden effektiv in der Praxis umzusetzen. Studierende mit hohen Leistungen zeichnen sich durch hohe Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Intelligenz und Vorwissen, häufige Anwesenheit in Lehrveranstaltungen und den zielgerichteten Einsatz von Lernstrategien aus. Abgesehen von einem Mangel an Experimenten, die Aussagen über direkte Kausalzusammenhänge zulassen würden, ist die Gestaltung lernförderlicher Hochschullehre umfassend untersucht und gut verstanden. Durch die Beachtung dieser Befunde können Dozierende, Hochschulverwaltungen und Policy-Maker die Effektivität der Lehre steigern.

Dienstag, 31. Jänner 2017, 18 Uhr

Vortrag: Lebenslanges Lernen – eine Notwendigkeit in der Welt von Morgen – Bildungsinstitutionen legen den Grundstein

Prof. Dr. Christiane Spiel

Zeit: Dienstag, 31. Jänner 2017 um 18 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

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Dienstag, 04. Oktober 2016

Vortrag: Die funktionelle Neuroanatomie des Lesens und der Leseschwäche: Erkenntnisse aus Meta-Analysen und kombinierten Blickbewegungs-fMRT-Studien

Mag. Dr. Fabio Richlan

Zeit: Dienstag, 04. Oktober um 18 Uhr

Ort: HS 02.21 - Universitätsplatz 2 (Psychologisches Institut, 2. OG), 8010 Graz

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Dienstag, 31.Mai 2016

Vortrag: Zur frühkindlichen Entwicklung von (impliziter und expliziter) Theory of Mind

Prof. Dr. Hannes Rakoczy

Geschäftsführender Direktor, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Zeit: Dienstag, 31. Mai  2016, 18 Uhr

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Dienstag, 26. April 2016

Vortrag: Das gewollte Nichtwissen oder möchten Sie wissen, wann Sie sterben werden?

Dr. Ralph Hertwig

Geschäftsführender Direktor, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Zeit: Dienstag, 26. April 2016, 18 Uhr

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Dienstag, 12. April 2016

Vortrag: The interference effect in multiplication facts storing

Alice De Visscher

Psychological Sciences Research Institute, UCL Belgium

Zeit: Dienstag, 12. April 2016, 18 Uhr

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Dienstag, 19. Jänner 2016

Vortrag: Depressive Störungen bei Kindern und Jugendlichen: Prävention und Behandlung

Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne

Medizinische Universität München, Direktor Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Zeit: Dienstag, 19. Jänner 2016, 18:30

Ort: HS 02.21, Universitätsplatz 2 / II, 8010 Graz

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Obmann

Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.nat.

Roland Grabner

Institut für Psychologie
+43 316 380 - 5081


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